Synchronwettkampf des Main-Neckar-Turngaus

Eingespielte Teams haben die Nase vorn

 

Tauberbischofsheim: Mit Spannung im Körper, jeweils einen blauen Ball in der Hand, stehen die beiden Mädchen auf der Fläche. „Piep“, tönt es aus dem Lautsprecher, dann beginnt die Musik. Die Mädchen legen los, vollführen Drehungen und Sprünge, werfen ihren Ball gekonnt in die Höhe, fangen ihn wieder und lassen ihn aufdopsen. Kritisch schauen die Kampfrichterinnen ihnen zu. Sie achten darauf, ob die Übungsteile korrekt ausgeführt werden, ob der Ball verspringt – und ob die beiden Mädchen auch synchron ihre Übungen vollführen. Schließlich ist es der Synchronwettkampf der Gymnastinnen, der gerade in der Tauberbischofsheimer Wörthalle ausgetragen wird.

„Wir richten diesen Wettkampf alle zwei Jahre aus“, erklärt Beate Papp vom Main-Neckar-Turngau. Sie freut sich an diesem Tag über 20 gemeldete Teams aus den Vereinen TSV Tauberbischofsheim, ETSV Lauda und TV Mosbach. „Dass nur diese drei Vereine am Start sind, ist schon seit einigen Jahren so“, erklärt Papp. Anders als klassisches Gerätturnen werde Rhythmische Sportgymnastik nur noch in wenigen Vereinen angeboten. Diese Tatsache lasse aber nicht auf die Qualität der gezeigten Übungen schließen: „Die Teams haben fast ausnahmslos gute Leistungen gezeigt“, so die Organisatorin.

Während die Kampfrichter noch die Wertung berechnen, erklärt sie auch die Modalitäten des Wettkampfs: Jedes Team, bestehend aus zwei Mädchen oder jungen Frauen, kann sich aus den Handgeräten Ball, Band, Seil, Reifen und Keule zwei aussuchen. In diesen Disziplinen werden dann Übungen eines bestimmten Schwierigkeitsgrades gezeigt. Je höher dieser ist, desto höher ist auch der Ausgangswert der Übung. „Letztendlich entscheiden aber vor allem die Ausführung und Synchronität“, sagt Papp. Bei einem Blick auf die Siegerliste stellt sie später fest: „Gerade an den Erstplatzierten sieht man, wie wichtig ein eingespieltes Team ist, das schon mehrere Wettkämpfe miteinander bestritten hat.“ (ib)

Die Erstplatzierten des Synchronwettkampfs 2014

Die Erstplatzierten des Synchronwettkampfs 2014

 

Die Siegerteams der verschiedenen Altersklassen:

  • AK8/9: Emely Derr und Ninke Rudolph vom ETSV Lauda (Ball und Seil)
  • AK10/11: Caitlin Mühling und Jolina Ebert vom ETSV Lauda (Ball und Seil)
  • AK12/13: Sandra Ritter und Nina Schneider vom ETSV Lauda (Ball und Seil)
  • AK 14/15: Julia Waschitschek und Deborah Kohl vom TV Mosbach (Band und Reifen)
  • AK 16/17: Lara und Pia Wünsch vom TSV Tauberbischofsheim (Keule und Reifen)
  • AK 18+: Viktoria Vierneisel und Annika Jaensch vom ETSV Lauda (Reifen und Band)